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Die €urokriese? – Die armen Deutschen zahlen für die reichen Südländer!

Revisionismus beschäftigt sich nicht nur mit der Aufdeckung/Korrektur von Fälschungen der Vergangenheit. Auch die Schieflagen der veröffentlichten Meinung, die unsere Massenmedien produzieren, sind interessant.

Ausnahmsweise finden wir diesmal die Revisionisten in höchsten Instanzen: der Europäischen Zentralbank (EZB).

Die Krise des Euro:
Die armen Deutschen zahlen für die reichen Südeuropäer

Fernando Ortíz
Axel Kappatsch
Colectivo Tropical de Revisionismo (CTR)



Die Wahrnehmung: Die Deutschen sind die Reichsten in Europa

Das Bild der Europäischen Union im Allgemeinen und der Eurozone im Besonderen ist geprägt von der Vorstellung reicher Ländern im Norden und armer im Süden. Zu den Reichen gehören insbesondere die Deutschen und gemäß dem marxistischen Lemma sind die Reichen reich, weil die Armen arm sind. Die „reichen Deutschen“ müssen also für die Schulden zahlen, die die Regierungen von Griechenland, Zypern, Spanien, Portugal und bald auch Italien, Slowenien … gemacht haben.

Diese Sicht ist für die Inszenierung der „Euro-Rettung“ äußerst wichtig, denn wenn die Deutschen sich weigern, die Haushalte der Mittelmeerländer zu finanzieren – indem sie sich z.B. auf die Euro-Verträge berufen, die dies verbieten – müssen diese Länder die Eurozone verlassen und zu ihren nationalen Währungen zurückkehren. Denn im Euroraum wiegt Deutschland beim Zahlen 27% (hat aber nur eine Stimme bei der EZB) und ohne den Zahlmeister fällt die Euro-Rettung flach.

Daher wird das Bild von den reichen Deutschen und den armen Südländern auf allen Kanälen der politisch korrekten Massenmedien sorgsam gepflegt.

Die Wirklichkeit: Die Deutschen sind die Ärmsten in Europa

Eine neue Studie der Europäischen Zentralbank (EZB) hat diesem Bild einen herben Schlag versetzt. Sie korrigierte es nicht nur, sondern stellte es komplett auf den Kopf.

Die Studie stützte sich auf repräsentative Umfragen mit vergleichbarer Methodik in allen Ländern des Euro, um das Gesamtvermögen der Haushalte festzustellen, wobei alle Vermögenswerte wie Bankkonten, Autos, Immobilien usw. abzüglich Schulden berücksichtigt wurden.

Die Studie kann vom Netzportal der EZB heruntergeladen werden (nur in Englisch):

The Eurosystem Household Finance and Consumption Survey – Results from the first wave

Die Studie nennt sich geheimnisvollerweise „Results from the first wave“, so daß sich mancher fragt, um welche Wellen es sich hier handelt, und wann der nächste Tsunami losgelassen wird.

Die interessanteren Informationen sind in der Mitte des Berichts vergraben, in der Tabelle 4.1 (Seite 76). Das Colectivo Tropical de Revisionismo hat die Daten herausgeholt und für seine Leser graphisch aufbereitet:

Die Tabelle erfasst den „net wealth“, das Gesamtvermögen eines Haushalts, unter Einbeziehung der Schulden, in allen Ländern der Eurozone.

Bei den Medianwerten – d.h. die Hälfte der Haushalte besitzt weniger, die andere Hälfte mehr – sind die Deutschen klare Verlierer, als letzte abgeschlagen in der Armutsskala Europas:

  • ärmer als Slowaken, Portugiesen und Griechen,
  • viel ärmer als Spanier und Italiener und
  • Kirchenmäuse verglichen mit Luxemburgern, Maltesern und den Zyprern …

… denselben Zyprern, die vor ein paar Wochen 10 Milliarden Euro (zehntausend Millionen) von europäischen – im Wesentlichen deutschen – Steuerzahlern verlangten, um sie vor dem Bankrott (und dem Euro-Ausstieg) zu retten.

Der Skandal: Das Auseinanderklaffen von öffentlicher Wahrnehmung und Realität

Um es klar zu sagen: Revisionismus heißt nicht Statistiken kritisieren, vorausgesetzt sie wurden mit ernsthaften wissenschaftlichen Methoden erstellt, wie die der EZB.

Der Skandal ist nicht, daß die Deutschen arm sind, verglichen mit ihren europäischen Nachbarn. Das ist nicht so überraschend und es gibt gute Gründe dafür, auf die wir an anderer Stelle eingehen.

Der Skandal ist, daß in sorgfältig orchestrierter Desinformation die gegenteilige Sicht aufrechterhalten wird, und das aus allzu durchsichtigen Gründen: Damit Deutschland für seine europäischen Nachbarn zahlt.

Der Zahlmeister: Wer zahlt für wen in der Europäischen Gemeinschaft

Genauer: zahlte und weiterhin zahlen wird, denn die Deutschen zahlten bereits seit Jahrzehnten 200 Milliarden (zweihunderttausend Millionen) Euros – nach heutigem Wert – an die Länder der Europäischen Gemeinschaft.

Die nachfolgende Graphik zeigt die aktuelle Situation der „operativen Salden“. Zum Vergleich mit der Vermögenstabelle wurden nur diejenigen Länder der Europäischen Union erfasst, die auch Mitglied der Eurozone sind. Die Daten wurden de.statista.com entnommen und gelten für 2011, die für 2012 lagen noch nicht vor. Da alle Länder zahlen und empfangen ist der dargestellte Saldo die Differenz beider. Zum besseren Vergleich haben wir die Tabelle wie die Vermögensaufstellung sortiert:


Der Vergleich beider Graphiken ist höchst interessant: Die deutschen Haushalte – die ärmsten Europas – zahlen für wesentlich reichere wie Zypern, Malta, Spanien und Griechenland.

Allein im Jahre 2011 zahlte Deutschland 9,2 Milliarden Euro an seine europäischen Nachbarn. – netto, d.h. unter Berücksichtigung, daß Deutschland auch Geld von Brüssel erhält.

An dieser Stelle wird der aufmerksame Leser bemerken: Aber das sind Zahlungen, um die Europäische Union aufrecht zu erhalten, nicht, um den Euro zu stützen!

Genau!

Die Zahlungen, damit Zypern, Griechenland, Spanien und andere den Euro behalten, sind zusätzlich zu den obigen und erfolgen an andere EU-Organismen.

Mit anderen Worten: Die deutschen Haushalte finanzieren beide Monster: den Euro und die Europäische Union.

Fazit: Die Armen zahlen für die Reichen und die Medien suggerieren das Gegenteil.

Vom revisionistischen Standpunkt ist interessant, daß sich Fakten in der öffentlichen Darstellung nicht nur verzerren, sondern komplett auf den Kopf stellen lassen, ohne daß es den Betroffenen besonders auffällt. Wer meint nicht, daß die Deutschen die Reichen Europas sind und wer findet es nicht normal, daß sie für die armen Spanier und Zyprer zahlen?

Aber getreu ihrer Mission der Desinformation, versuchen Politiker und System-Medien bereits, die Bombe zu entschärfen.

CTR hat diesen Versuchen eine eigene Analyse gewidmet.


Ergänzend zu obiger Analyse aus dem Jahr 2013, veröffentlichte am 20.01.2014 The Local (Spanien) einen Artikel mit der Überschrift:

Harte Zeiten? Spaniens Elite reicher als je zuvor!

Die 20 reichsten Menschen in Spanien verdienen so viel wie die ärmsten 20 Prozent, während der Reichtum der wohlhabenden Eliten des Landes tatsächlich während der Wirtschaftskrise gewachsen ist…

Quelle: www.thelocal.es (English)

Die verbrecherische und ungleiche Vermögensumverteilung dieser €U wird durch prozentuale Wertangaben verschleiert. Die Medien suggerieren auftragsgemäß, dass in Spanien derzeit eine Arbeitslosenquote von negativen 26,7% zu verzeichnen ist, um das Bild von Armut und notwendiger „Nächstenliebe“ zu vermitteln. Gleichzeitig verschweigen sie jedoch dass das Vermögen der reichsten Spanier seit 2008 bis zum heutigen Tage stetig gewachsen ist, und das während der sogenannten Wirtschaftskrise!

BRD – wem zahlt ihr mit deutschen Steuergeldern die Zeche?

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  1. 22. Januar 2014 um 18:04

    Warum waren die DEUTSCH reicher als die anderen, wer hat das geändert? Wer hat seine Kohle unter das Kopfkissen gelegt und fleißig Siesta und Fiesta gemacht? Spanien und Griechenland müßten umkommen vor Papiergeld! Als die Fliegerei (80er Jahre) immer günstiger wurde und sich fast jeder einen Urlaub dort leisten konnte, waren die Spanier auf Lanzarote derart antideutsch eingestellt, daß man uns am Flughafen ausbuhte und uns Flyer gab mit den Worten „haut ab wir wollen euch hier nicht“! Jo, das habe ich 1981 erlebt!

    • 22. Januar 2014 um 22:33

      @heredom: so gesehen war und ist diese BRD nie reicher gewesen als die Länder die sie mitfinanzieren muss.

      Es wurde nur gestattet dass diese BRD sich höher verschulden darf als die echten Länder damit diese BRD Tributzahlungen leisten kann, ohne in der Bevölkerung verdacht zu schöpfen. Ich meine gelesen zu haben das die pro/Kopf Verschuldung der BRDlinge deutlich über die der zu unterstützenden Länder liegt, nur so lange wie wir zum Zahlen von Schulden anderer Nationen (und der €U) verurteilt werden, glaubt man natürlich “wir haben’s ja”, ein absoluter Trugschluss!

      Nicht falsch verstehen, der Artikel klagt nicht die Bevölkerung von Spanien, Griechenland etc. an! Sehr wohl aber die Regierung und die Reichen dieser Länder, welche sich auf egal woher das Geld kommt einen luxuriösen Lebenserhalt erschleichen, während wir Deutschen zusätzlich dafür sorgen das es so weiter geht und selbst immer mehr verarmen, gerne auch als Nächstenliebe verklärt.

      Wenn man die „Günstig-Fliegerei“ betrachtet, hat es natürlich auch den Sinn die eigenen Papier-Geldrücklagen ins Ausland zu investieren (verdeckt als Urlaub), Geld was im eigenen Land dann fehlt, aber ordentlich in den “Urlaubsländern” zum Banken-Kartell gescheffelt wurde… die heute von uns Deutschen, nebenbei versteht sich, “gerettet” werden müssen, aus reiner Nächstenliebe.

      Wir werden nun mal solange getreten, bis wir endlich zurücktreten – aber die Richtigen – und das können nur unsere BRD/€U “Spitzenpolitiker” sein!

      Grüße, MCE

  2. Peter
    20. Januar 2015 um 14:15

    Habe ich es richtig in Erinnerung, dass der €uro (mit) von Kohl ausgebrütet wurde? Und dass seine Musterschülerin Angela soo sehr an ihm festhält, korrupte und bankrotte Länder fördert?

    Ich denke der deutsche Wähler hat es in der Hand, es gibt Parteien die den sofortigen Ausstieg aus dem €uro wollen (AfD) … bekamen leider nur 4,9 %. Also, die Deutschen in Deutschland WOLLEN den €uro !!!

    Dann kann es doch nur richtig sein dass wir für die Pleiten anderer Länder haftbar gemacht werden. Ich meine, für so „desorientiert“ halte ich das Deutsche Volk nicht, dass es nicht erkennen kann was es wählt und welche Konsequenzen es hat … 🙂

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_politischen_Parteien_in_Deutschland#Parteien

    • 20. Januar 2015 um 17:00

      @Peter: Die AfD will nicht den Austieg aus den €uro, nur aus diesen €uro (Einheits-€uro)!

      Und leider kann ich Deine Aussage über „das deutsche Volk“ und das Erkennen über die „Konsequenzen“ des individuellen Wahlverhaltens nicht teilen, es gibt noch immer Unzählige die aus „Tradition“ und „Gutgläubigkeit“ immer wieder die medienhofierten Parteien wählen, ohne deren Absichten zu hinterfragen.

      Welchen Sinn macht es überhaupt, in einem Gebiet wie dieser BRD zur Wahlurne zu pilgern, obwohl besseren Wissens darüber, dass diese BRD als Staatskonstrukt nicht souverän ist, also handlungsweisende Entscheidungen von der VSA/€U diktiert bekommt?

      Da nützt auch keine AfD oder sonstiges, solange dieser Zustand nicht richtungsweisend als oberstes Ziel der Selbstbestimmung der jeweiligen Parteien definiert wird.

      Welchen Sinn hat da noch eine „Wahl“? Wir Deutschen entscheiden nichts, wir sollen gehorchen bis hin zur Selbstaufgabe!

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