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Religion hat keine Kultur

Wenn du zu Gott sprichst, nennen wir dieses ein Gebet!
Wenn du Gott sprechen hörst, nennen wir dieses Schizophren!

    Im Buch Exodus erscheint Moses ein brennender Dornenbusch über diesen, der sogenannte „Gott“ (ursprünglich: Bundespartner), seinen Namen JHWH verkündet.

    Hier frei nach einer Erzählung im Tanach:

    Und ein Engel von JHWH erschien ihm aus der Lohe des Feuers aus dem Dornbusch. Und er sah Moscheh und Moscheh sah, dass der Dornbusch im Feuer brannte, aber er verbrannte nicht. Und Moscheh kam, um zu sehen.

    Als JHWH aber sah, dass er hintrat, um anzusehen, rief Elohim ihn mitten aus dem Dornbusch an. Er sprach: Moscheh, Moscheh! Er antwortete: Da bin ich. Und er sprach: Nahe nicht herzu, streife deine Schuhe von deinen Füssen, denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliger Boden. Und weiterhin sprach Elohim: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Jizchaks, der Gott Jakobs. Moscheh barg sein Antlitz, denn er fürchtete sich zu Gott hinzublicken. JHWH aber sprach: Gesehn habe ich die Bedrückung meines Volkes, das in Ägypten ist, ihren Schrei vor seinen Treibern habe ich gehört. Erkannt habe ich sein Leiden. Nieder zog ich es aus der Hand Ägyptens zu retten, es aus jenem Land hinauf zu bringen nach einem Land Milch und Honig träufend, nach dem Ort der Kanaaniter und des Hethiters, des Amoriters und des Prisiters, des Hiwwiters und des Jebusiters. Nun, da ist der Schrei der Söhne Israels zu mir gekommen, und gesehen habe ich die Pein, mit der die Ägypter sie peinigen. Nun geh, ich schicke dich zu Pharao, führe mein Volk, die Söhne Israels, aus Ägypten. Moscheh sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zu Pharao gehe, dass ich die Söhne Israels aus Ägypten führe? Elohim aber sprach: Wohl, ich werde da sein bei dir und dies hier ist dir das Zeichen, dass ich selber dich schickte. Hast du das Volk aus Ägypten geführt, an diesem Berg werdet ihr Gott dienen. Moscheh sprach zu Gott: Da komme ich denn zu den Söhnen Israels. Ich spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter schickt mich zu euch. Sie werden mir sagen: Was ist sein Name? Was sage ich ihnen dann? Gott sprach zu Moscheh: Ich werde sein, der ich sein werde. Und Elohim sprach: ICH WERDE SEIN schickt mich zu euch!

    (Exodus 3, 4-14)

      Heute würde man sagen: „Ganz schön schizophren!“ oder mit anderen Worten:

      Religion basiert auf Erzählungen von paranoiden Wahrheitsverkennungen der Natur welche von Einzelnen als die Beweisführungen eines Gottes angeführt wurden. Diese konnten angeblich Jahrhunderte auf mündliche Überlieferung (unverändert?) überdauern, bis jene transzendenten Wahrnehmungen als kulturvernichtende Gesetzmäßigkeiten in eine Schrift geprägt wurden.

      Religion: Krücke der Verzweiflung

      Religion ist jedoch ein in sich dogmatisiertes Ende jeglicher Entwicklung auf allen Ebenen der Erfahrung. Der letzte Gedanke (Grenze) wird immer dieses „Gott“ sein. Religion hat in Folge dessen keine Kultur, da Kultur auf das kultivierende Verständnis von Natur basiert, folglich auf die Wahrheit. Die Wahrheit ist eine ausschließlich nach Erkenntnis strebende Dynamik, welche nur eine Gegebenheit, sich selbst, beinhalten kann. Folglich fördert Religion die Vernichtung einer jeden Kultur bedingt durch Dogmatisierung einer beendeten Wahrheit, gaukelt Erkenntnis vor indem sie sich auf verkennenden Überlieferungen bezieht, welche auf paranoiden Erzählungen beruht. Ein kategorischer Stillstand… alles beginnt von vorn!

      Kultur: Pflanze deren Früchte wir ernten

      Kultur (im Sinne: die Erkenntnis nutzen) jedoch beinhaltet ein sich entwickelndes Niveau. Wahrhaftige Entwicklung kann sich nur von Wahrheit nähren und somit zur Förderung einer jeglichen wahrhaftigen Wahrnehmung beitragen.

      Vernichtung von Gegensetzlichkeiten

      Was jedoch zur Zeit politisch gepredigt wird, ist das loslösen von Religion und Kultur! Ersetzt durch gesetzmäßige Ordnung mit dem Streben nach Kontrolle und nicht wie fälschlicher weise propagiert, nach Freiheit. Es wird uns eine vermeintlich bessere Welt vorgetäuscht, welche uns auf historische Wertigkeit zurückführt: fanatische Wertschöpfung!

      Dieses kann jedoch nur gelingen, wenn die Menschen sich nicht nur persönlich voneinander entfernen. Ein ganzheitliches Vernichten humanistischer Kompetenz gelingt nur wenn die Menschen beginnen sich auch emotional zu distanzieren.

      Domestizierende Emanzipation

      Frauen, es muss gesagt sein, werden in diesem Vorgehen im Besonderen fokussiert. Ihnen wird eingeredet dass sie sich entwickeln müssen, dieses gelingt jedoch nur wenn sie sich von der angeblich männlichen Betrachtungsweise distanzieren, industriell auch gerne „emanzipieren“ benannt. Leider wird ihnen erfolgreich suggeriert, dass ihr berufliches streben (industrielle Produktionsfähigkeit) parallel verläuft zu der Aufwertung des Frau-Seins: dem ist nicht so! Sie werden angehalten auf dem Arbeitsmarkt für Niedriglöhne (kaum jemand hat als Berufsrückkehrer eine voll bezahlte Beschäftigung) als Konkurrenz zum Mann ihre eigentliche Daseinsberechtigung zu suchen. Geborene Kinder sind nach dem Industrie-Staatlichen Interesse besser in Krippen untergebracht welche so einen familiären Bezug im späteren erst gar nicht entwickeln können, weil sie es selbst nie erfahren durften. Das alles, so wird versucht es ihnen einzureden, ist es wert, solange sie nur glauben das sie zwei Dinge auf einmal können, ohne zu wissen das dieses auf eine Marketing-Strategie beruht um Frauen glauben zu machen, sie seien die besseren Menschen (mit der willigeren Kaufkraft). Ein wesentlicher Bestandteil des Mensch-Sein beruht jedoch auf Ergänzung und nicht auf geschlechtsorientierte Domestizierung.

      Identitätsverlusst

      Keiner, weder Mann noch Frau werden so ein von der Industrie unabhängig erfülltes Leben führen können. Ohne Kultur ist ein sich entwickelndes Leben auf Dauer unmöglich. Das impliziert sowohl das Mann- und das Frau-Sein ansich ebenso wie eine lokal begrenzte Historie. Manipulativ wird uns ein Antagonist in Form von Europa, Geld, Medien u. a. als zu lobpreisender Ersatz angeboten, emotionale Zuneigung kann aber nur zwischenmenschlich erfahren werden, welche letztendlich für die Schaffung von kultureller Identität unabdingbar ist.

      In diesem Sinne, denke frei!

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      1. 22. Dezember 2011 um 15:46

        „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.“

        Da hat er wohl recht, der Ex-Kanzler Helmut Schmidt. Speziell, wenn die Visionen spontan durch epileptische Anfälle im Schläfenlappen erzeugt und von den Heimgesuchten als Momente großer Erleuchtung erlebt werden. Zumindest ist das eine der neueren Erkenntnisse der Hirnforschung, dass Schläfenlappenepileptiker häufig zwanghaftes, weltverbesserisches Gedankengut in ihrer Hirnschale beherbergen und dazu neigen, dieses missionarisch, hypermoralisierend und selbstgerecht zu vertreten. Viele prominente, geschichtlich einflussreiche Persönlichkeiten wie z.B. Mohammed, Johanna von Orléans, Saulus/ Paulus, Hesekiel, Hildegard von Bingen, Julius Cäsar, Charles Dickens, Leonardo da Vinci und Vincent van Gogh sollen gemäß biographischen Studien von Experten vermutlich an Epilepsie gelitten haben. Positiv formuliert – sie hatten eine starke Inspirationsquelle und eine hohe Durchsetzungsfähigkeit.

        • 22. Dezember 2011 um 21:50

          Siegbert Scheuermann :

          […] Positiv formuliert – sie hatten eine starke Inspirationsquelle und eine hohe Durchsetzungsfähigkeit.

          Sehr treffend formuliert, gefällt mir!

          Eine durch „Fehlfunktion“ verkannte Wirklichkeit ist nicht immer ein negativ Erlebtes (wie Deine Auflistung von Persönlichkeiten z.T. bewiesen haben).

          Das was Religion jedoch mit dem Menschen im wesentlichen verursacht, ist eine konditionierte Hörigkeit allen Obrigkeiten gegenüber. Gläubige sind eher bereit für eine Fremdwahrnehmung ein Opfer zu bringen als eben diese subjektiv und kritisch zu hinterfragen. Daher wird dieses „Glauben“ z.Z. richtig auf die Probe gestellt, teilweise auch importiert um eben diese Einstellung zu betonieren.

          Dieses Prinzip versuchen auch alle Regierungen über ihre Vasallen zu vermitteln und maßlos auszunutzen. Kaum ein Wähler weis warum er eine Partei wählt, er glaubt aber ganz genau zu wissen warum er keine andere wählt. Viele schauen treu an der Wahrheit vorbei, bevor sie ihre Heilsbringer hinterfragen, weil sie dann ihre Erkenntnis neu definieren müssten und das hieße selbst Verantwortung übernehmen, sich eben nicht auf eine höhere Instanz berufen! Im heutigen denken fast schon undenkbar… so berufen sie sich traditionell und brav auf ihre „Inspirationsquelle“ 😉

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