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Kinski – Jesus Christus Erlöser

Jesus Christus Erlöser

Die Kirche ist exakt das, wogegen Jesus gepredigt hat.“ – (Der Philosoph Friedrich Nietzsche in Tolstoj-Exzerpte, Nachlass November 1887-März 1888 VIII 11 [257] und [244])

    Klaus Kinski versuchte sich unter anderem an dieser Aussage und schuf eine Aufführung wie sie niemals wieder von ihrer Dynamik her erreicht wurde. Wie in so vielen Unklarheiten der Zeitgeschichte wurde eine auf die Geschichte bezogene Kritik in eine personenbezogene Selbstdogmatisierung missgedeutet. Klaus Kinski versuchte nicht Jesus als Scharlatan zu verklären, er versuchte den kirchlichen Götzendienst und deren Betrug an gläubige Menschen in deren devotes Bewusstsein einzuhämmern und durch Selbsterkenntnis die wahre Lehre dieses Jesus zu offenbaren.

    Leider scheiterte auch dieser Versuch mit sicherlich schauspielerischen Engagement, an den satanistischen Kirchen-Kult und ihren christlichen Fundamentalisten. Denn weiterhin werden die Füße von selbsternannten Heiligen, wie aus der Hierarchie des Mithras-Kultes entliehene Titel: Sanctus Pater („der heilige Vater“) was kirchlich übernommen auch Papst der angeblich „Heilige Vater“ auf Erden bedeutet, geküsst. Irgendwelche menschlichen Gebeine oder Blutstropfen werden zur Schau getragen vor denen sich die vermeintlich Gläubigen ehrfürchtig verneigen.

    Das sind nur wenige Hinweise auf die Abstammung des römischen Imperialismus und deren Kaiser welche sich auch zur heutigen Zeit Kirche und Papst nennen, aber sie zeigen das verlogene Betrugsgebilde dieser Kirche auf, dessen Selbsterhaltung darin besteht Menschen zu einer Schaar von folgsamen meinungslosen Hirnsklaven zu knechten. Im Namen Gottes werden von Menschen Gesetze verfasst, (Todes)Urteile gesprochen und ausgeführt, welches an einer industriellen Doppelmoral nicht zu unterbieten ist: „Du sollst nicht töten“ wurde kurzerhand in „Du sollst nicht morden“ gefälscht und mit Seligsprechung kann das Abschlachten von Unschuldigen in Massenmord-Ritualen durchgeführt werden, da es nicht gegen das nach industriellen Interessen verfasste Gottes-Gebot verstößt – Glaubt weiter, aber bevor ihr einen Menschen aufgrund von Propaganda verurteilt und Jubelgesänge ausstößt nach dessen Ermordung, schaut ihn in die Augen!

    Vielleicht wird irgendwann die Frage wahrhaftig beantwortet: Warum gibt es Terrorismus?

      Zitierte Ergänzung von Eugen Drewermann:

      Jesus war anders

        (…) Ein Papst, der es wagen würde, sich zum Sprachrohr von Nicht-Katholiken, von Außenseitern in Not gegen die Verwaltungsroutine der Regierenden zu machen, riskierte selbst in den eigenen Reihen Protest und Auseinandersetzung. Er triebe den Massenauflauf der Claqueure auseinander, er forderte auf zu Nachdenken und Handeln statt zu Zunicken und Fähnchenschwenken.

        Gerade dazu ist das römische Papsttum nicht fähig. Das ist es, was die Menschen begreifen und weswegen sie der Institution Rom nicht mehr glauben. F. M. Dostojewski hat recht: In der Wahl zwischen dem Wort des Propheten aus Nazaret und dem Schwert des Cäsar hat die römische Kirche sich ein für allemal zugunsten der drei Prinzipien ihrer kirchenstaatlichen Herrschaft entschieden: Macht, Masse und Magie.

        Der Weg dieses Abfalls ist lang, und er scheint irreversibel.

        Seine Stationen:

        1. Aus der Botschaft Jesu, die eine umfassende Veränderung des Lebens von Angst in Vertrauen bewirken wollte, hat man eine theologische Lehre gemacht. Man hat den Menschen die Mündigkeit wieder weggenommen, die Jesus den „einfachen Leuten vom Lande“, den „theologisch Inkompetenten“, gegen das Urteil der beamteten Gottesexperten gerade zurückgeben wollte. Ja, man hat über die Beamtenschaft professoraler Theologen hinaus sogar noch ein eigenes unfehlbares Lehramt, bestehend aus den Bischöfen im Verein mit dem römischen Papst, eingesetzt, dem es obliegt, „die ganze Lehre des Christus dem Volke der Gläubigen vorzulegen“. Alle Forderungen nach Demokratisierung, Mitsprache, Erneuerung scheitern an diesem Grundprinzip der römischen Kirche. Aus Mystik, Spiritualität und Innerlichkeit ist Dogmatismus, Formalismus und kontrollierte Äußerlichkeit geworden.

        2. Und Ritualismus. Wie es heute praktisch steht, ist ein Papst zugleich der oberste Priester seiner Kirche, der Nachfolger Petri, der Stellvertreter Christi. Nie wird es eine Verständigung mit den Kirchen der Reformation geben können, solange dieses Amtsprinzip der römischen Klerikerkirche erhalten bleibt. Ein Priestertum von Frauen ist unter solchen Umständen undenkbar.

        3. Nicht vom Menschen her, nicht von unten her, wie etwa Martin Luther es wollte, sondern streng von oben, aus dem Absolutheitsanspruch ägyptischer Pharaonen und römischer Kaiser, die als Gottes Stellvertreter auf Erden schalteten und walteten, begründet sich dieses „geistliche“ Regiment, bei dem der Papst den Bischof setzt und der Bischof den Priester und der Priester die Sakramente. An die Stelle der Intuition trat die Institution. An die Stelle des Personalen das Pastorale, an die Stelle des Existierens das Dozieren im Status weltenthobener Unfehlbarkeit.

        „Wir haben uns geirrt.“ „Auch wir sind nur Menschen.“ Das sind Sätze, die der römische Papst nicht über die Lippen bringen kann. Sie wären so tödlich für seine Machtfülle wie die Erklärung des japanischen Kaisers 1946, daß er nicht länger Gott sei.

        Was würde, zurückgekehrt, Jesus dem Abgesandten der römischen Kirche heute sagen? Etwa dieses:

        „Ihr habt die Botschaft meiner Menschlichkeit an ein Verfahren gehorsamer Vermassung und duckmäusiger Anpassung verraten. Aus der unglaublichsten Revolution aller Zeiten habt ihr ein barockes Bürgertheater gemacht. Aus dem Außerordentlichen einer Person habt ihr die Übernatürlichkeit eurer Ämter gemacht. Wo ich Partei ergriff zugunsten der Menschen gegen die Mächtigen, habt ihr meinen Namen mißbraucht, um den Mächtigen recht zu geben gegenüber den Ohnmächtigen. Wo ich prophetisch begeisterte, selbstbewußte und freie Menschen wollte, habt ihr eine Priesterschaft errichtet, die sich mästet an den Schuldgefühlen und Ängsten der von ihr Abhängigen. Wo ich die Händler und Wechsler aus dem Tempel jagte, habt ihr Banken zum Heiligen Geiste gegründet und mafiose Geschäfte getrieben. Wo ich Grenzen aufsprengte und verschlossene Türen öffnete, habt ihr Barrikaden gebaut und den Glauben an Gott in ein Prämiensystem eurer Orthodoxie verwandelt.“

        „Ihr schließt aus, wo ich einlud, ihr verurteilt, wo ich Verständnis wollte, ihr wollt recht haben vor Gott und den Menschen, wo ich wußte, daß Menschen nur leben können aus einer Liebe, die sich nicht mehr auf „Rechte“ beruft. Ihr habt den Menschen Gott aus dem Herzen gestohlen, indem ihr Selbstmißtrauen und Angst verbreitet habt, wo ich Verkrümmte sich aufrichten und Gelähmte in ihr eigenes Leben zurückkehren ließ. Ihr habt die Wunder meiner Menschlichkeit ersetzt durch eure Riten und Rubriken. Ihr habt aus dem Gott, den ich als „Vater“ den Menschen zu bringen kam, einen Lokalgötzen eures Konfessionalismus, Dogmatismus und Cäsaropapismus gemacht. Deshalb seid ihr nicht das Leben, deshalb verwaltet ihr den Tod.“

          Quelle: www.luebeck-kunterbunt.de und in DER SPIEGEL 25/1996/56 + 58 (Auszug)

            Zeit um rückblickend Fragen zu stellen:

            • War Jesus ein Terrorist?
              1. Ist die Ursache des Todes von Jesus wirklich die Kreuzigung und der verkannte Lanzenstoß?
                1. Wurde Jesus wirklich nur im Schwamm aufgesogenes Wasser gereicht als es ihm im Todeskampf dürstete, oder wahren es Opiate um einen Tod vorzutäuschen?
                  1. Ist Jesus wirklich von den Toten auferstanden, oder aus einem narkoseähnlichen Zustand aufgewacht?
                    1. Ist Jesus in das Paradies aufgefahren, oder nach Zentral-Europa geflüchtet?
                      1. Besteht die Angst vor einem Märtyrer-Tod nur deshalb, weil die kontrollierenden Machtstaaten aus der Jesus-Geschichte gelernt haben wie ein einzelner Mensch ein ganzes Imperium stürzen könnte?
                        1. Hat sich der Monotheismus letztendlich nur deshalb durchgesetzt, weil über dieser Ideologie (der totalitäre Glauben an nur einen Gott) die Menschen besser zu kontrollieren sind, ähnlich der Vereinheitlichung von heutigen Kulturkreisen (EU) mit dem bedingungslosen Durchsetzen einer einheitlichen Währung?
                          1. Hat Jesus wirklich von dem Glauben an nur einen Gott gepredigt, oder für den Glauben an die Vielfältigkeit der Menschheit?
                            1. Warum beten die christlich Gläubigen zu Jesus am Kreuz und nicht zu einem Gleichnis von Gott, denn schließlich soll „Es“ ja der erste Beweger allen Bewegten sein?
                              1. Würde Jesus auf die Frage: „Bist du Gottes Sohn?“ antworten… „Hast Du in Biologie nicht aufgepasst?“

                                  Dank an Arthur150271 für die Bereitstellung des Videos!

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